Sport in Magdeburg und im Umland ( Teil 2 )

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www.sportgymnasium-magdeburg.de

kann man alles Interessante zur Entwicklung des Kinder- und Jugendsports seit der Gründung der Sportschule in Magdeburg im Jahr 1953 erfahren.

 

 

3. Leistungs- und Berufssport          

 

Magdeburg ist eine Stadt des Sports und hat bisher in vielen Sportarten herausragende Persönlichkeiten hervorgebracht. In diesem Abschnitt soll hauptsächlich ein kleiner Überblick über die Entwicklung des Leistungssports in unserer Stadt gegeben werden.

 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde von Friedrich Ludwig Jahn das sogenannte „deutsche Volksturnen“ geschaffen. In Magdeburg fand dies relativ großen Anklang, es wurde aber als „politische Gemeinschaft“ bald verboten. Erst nach 1850 entstanden wieder mehrere Turn- und andere Sportvereine, begünstigt durch die Lage an der Elbe auch ganz besonders mehrere Schwimmvereine.

Eine strikte Trennung zwischen körperlicher Erziehung und Leistungssport erfolgte aber erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts. In den 20-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts waren fast 25% der Bevölkerung in Turn- und Sportvereinen organisiert.

 

An den Olympischen Spielen 1928 nahmen 10 Magdeburger Sportler teil.

Besonders erfolgreich war hier die unvergessene Schwimm- und Wasserballlegende Erich „Ete“ Rademacher vom Schwimmklub „Hellas 1904“.

 

 

         

 

 

                                                                  Erich Rademacher

 

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Auch in anderen Sportarten waren Magdeburger Sportler zwischen den Weltkriegen sehr erfolgreich. Erwähnt werden sollen hier nur Alfred Klingler, der im Feldhandball mit der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1936 die Goldmedaille errang, und der Radsportler Otto Weckerling, der mehrmals an der „Tour de France“ sowie am „Giro d’Italia“ teilnahm und 1937 die „Deutschland – Rundfahrt“ gewann.

Durch den 2. Weltkrieg kam das gesamte Sportgeschehen völlig zum Erliegen. Es mussten vollständig neue strukturelle Bedingungen für den Neubeginn sportlicher Aktivitäten geschaffen werden. Dieser Neustart war mehr als beschwerlich und ging sehr schleppend voran. Einen immensen Aufschwung erhielt die Sportbewegung in unserer Stadt mit der Bildung der Kinder- und Jugendsportschule im Jahre 1953, in der hoffnungsvolle Talente eine hervorragende schulische und sportliche Ausbildung erhalten haben und weiterhin auch erhalten werden.

Mit der Gründung des Sportclubs Aufbau Magdeburg im Jahre 1955 erfolgte eine enge Konzentration von Leistungssportlern aus dem Bezirk Magdeburg in mehreren Sportarten. Die vielen internationalen Erfolge und die Fülle der herausragenden Sportlerpersönlichkeiten bestätigen eindrucksvoll die Richtigkeit dieser Maßnahme.

Hier nun eine Aufzählung der erfolgreichsten Sportarten und Sportler, die aber keineswegs den Anspruch der Vollständigkeit für sich erheben kann.

 

 

Boxen

 

Zwischen 1955 bis Anfang der 70-iger Jahre waren Magdeburger Boxer besonders erfolgreich. Hierzu gehören Achim Grote, Robert Büchner und Lothar Rogge, Achim Bedau, Heiko Winter, Peter Wien, Werner Kohnert, Walter Cybinski und andere waren über die Grenzen unserer Stadt bekannt.

In jüngster Zeit sorgt der SES-Profiboxstall besonders durch die Weltmeisterin Natascha Ragosina in sieben verschiedenen Boxverbänden für internationales Aufsehen.

 

 

Fußball

 

Der Aufschwung des Magdeburger Fußballs ist untrennbar mit der Trainerlegende Heinz Krügel verbunden. Mit ihm gewann der FCM den Europa-Cup der Pokalsieger gegen den übermächtigen AC Mailand im Jahre 1974. Stellvertretend für die Siegermannschaft sollen hier Jürgen Pommerenke, Axel Tyll, Wolfgang Seguin, Jürgen Sparwasser und Manfred Zapf erwähnt werden.

In den folgenden Jahren taten sich besonders Wolfgang Steinbach und Achim Streich hervor. Insgesamt hat man 3x den DDR- Meistertitel geholt und wurde auch

noch 7x FDGB- Pokalsieger sowie 7x Landespokalsieger.

Es wäre begrüßenswert, wenn in absehbarer Zukunft wieder an frühere Erfolge angeknüpft werden kann, da die Voraussetzungen durch das schöne neue Stadion geschaffen wurden.

Zunächst wäre es der Stadt und den vielen Fußballfans zu wünschen, dass dem 1.FCM der Sprung in die 3. Liga gelingt.

 

 

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Handball

 

Magdeburg war schon immer eine Hochburg sowohl des Feld- als auch des Hallenhandballs. Im Feldhandball wurde die gesamtdeutsche Mannschaft 1959 Weltmeister. Kapitän war der Magdeburger Hans-Jürgen „Bubi“ Wende, einer der weltbesten Spieler dieser Sportart. Ein weiterer sehr erfolgreicher Spieler war der langjährige Direktor der Kinder- und Jugendsportschule, Herbert Wahrendorf.

Im Hallenhandball wurde nahtlos an die Erfolge des Feldhandballs angeknüpft.

Dies war hauptsächlich ein Verdienst des unvergessenen Traineridols Klaus Miesner. Zur DDR-Nationalmannschaft, die 1980 Olympiasieger wurde und die Handballwelt verzauberte, gehörten die Magdeburger: Torwartphantom Wieland Schmidt, Ernst Gerlach, Ingolf Wiegert, Hartmut Krüger und Günter Dreibrodt. Weitere herausragende Handballpersönlichkeiten waren Wolfgang Lakenmacher und in jüngster Vergangenheit Henning Fritz und Stefan Kretzschmar.

Zu den Erfolgen aus DDR-Zeiten gehören zum Beispiel ein Europameistertitel für Vereinsmannschaften, mehrfache Meistertitel und Pokalsiege. Nach der Wende gewann der SCM die Meisterschaft in der 1. Bundesliga und im Anschluss als erste deutsche Mannschaft die Champions – League.

 

Kanurennsport und Rudern

 

Durch die günstige Lage an der Elbe entwickelten sich diese beiden Disziplinen zu medaillenträchtigen Sportarten. An den vielen internationalen Erfolgen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen waren auch etliche Magdeburger Sportler beteiligt. Stellvertretend seien genannt: Günter Perleberg, Jürgen Eschert, Bernd Duvigneau, Olaf Heukrodt, Ulrich Papke, Ingo Spelly und Conny Waßmuth

im Kanurennsport.

Beim Rudern waren es: Wolfgang Güldenpfennig, Friedrich Wilhelm Ulrich, Harald Jährling, Martin Winter, Uwe Mund, Andre Willms und Manuela Lutze.

 

 

Vorn dabei Sportfreundin Conny Waßmuth vom SC Magdeburg

 

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Leichtathletik

 

Auch in der Leichtathletik kann die Stadt Magdeburg eine große Anzahl international erfolgreicher Sportler aufweisen. Genannt werden sollen hier:

Margitta Gummel, Margrit Herbst-Olfert, Annelie Jahns-Erhard,

Angela Schmalfeld-Voigt, Dagmar Käsling-Lühnenschloß, Kathrin Neimke,

Eckhard Lesse, Olaf Prenzler, Andreas Knebel, Frank Emmelmann und die noch heute aktive Nadine Kleinert.

Durch den Bau der neuen Laufhalle bestehen jetzt beste Trainingsbedingungen,

um bald an frühere Erfolge anzuknüpfen.

 

 

Derzeitig ist Nadine Kleinert im Kugelstoßen bei den Leichtathleten mit ihren gewonnenen Medaillen bei den olympischen Spielen, den Welt- und Europa- sowie bei den deutschen Meisterschaften die am höchsten ausgezeichnete Sportlerin.

 

 

 

 

Nadine Kleinert

Sportclub Magdeburg

 

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Radsport

 

Mit dem Begriff Radsport ist untrennbar der Name Gustav Adolf „Täve“ Schur verbunden, dem wir allein einen Abschnitt gewidmet haben.

 

Der Radsport hat in und um Magdeburg eine über 100jährige Tradition.

So zum Beispiel wurde:

 

- 1869 der erste Radfahrverein gegründet und gehörte somit zu den ersten in      Deutschland und Europa.

 

- 1880 auf dem Werder die erste Radrennbahn in Deutschland gebaut, wo   bereits 1883 die ersten inoffiziellen Deutschen Meisterschaften stattfanden.

 

- 1896 eine Zementbahn gebaut, die bei Wettkämpfen die Massen anzog und begeisterte wie Spitzenspiele im Fußball.

 

- 1929 diese Zementbahn mit der Spitzhacke entfernt und sofort im nahen Biederitz eine neue 250 Meterbahn die sogenannte “Käsetorte“ gebaut.

 

-1937 Otto Weckerling aus Magdeburg Sieger der Deutschland - Rundfahrt und vorher bereits Etappensieger bei der „Tour de France“.

 

- Magdeburg wegen der vielen Radfahrer und Radfahrwege anerkennend auch „Stadt der Radfahrer“ genannt.

 

- 1950 bei der ersten Friedensfahrt der aus Barleben stammende Dachdeckermeister Horst Gaede eingesetzt, der für Aufsehen sorgte.

 

 

Des Weiteren hatte Steffen Wesemann aus Wolmirstedt bei der Friedensfahrt mit fünf Siegen für Furore gesorgt und nahm mehrfach an der Tour de France teil.

Im Jahre 1965 gewann Elisabeth Eichholz das heißbegehrte Regenbogentrikot der Frauen auf der Straße.

 

 

Schwimmen

 

Nach dem Schwimmidol Ete Rademacher erreichten hauptsächlich Frauen wie Barbara Göbel, Angela Franke, Antje Stille, Kathleen Nord, Dagmar Hase und die jetzt noch aktive Antje Buschschulte große internationale Erfolge.

 

Lediglich Frank Baltrusch schaffte es bei den Männern über mehrere Jahre zu internationalen Spitzenleistungen.

 

 

Wasserball

 

Bemühungen um zur Spitze in Deutschland aufzuschließen sind vorhanden.

 

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4.Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport

 

Im Fuß- und Handball, Tischtennis, Schwimmen, Radfahren, Tennis, Schach, Kegeln, Bowlen, Gymnastik sowie in der Lauf- und Wanderbewegung sind die meisten Sportler in diesem Bereich aktiv.

 

In den vielen Sportvereinen Magdeburgs und des Umlandes, wie zum Beispiel:

 

- im Bördekreis

 

- des Salzlandkreises

 

- des Jerichower Landes

 

sind täglich Sportlerinnen und Sportler im Einsatz.

 

Neben den vielen Aktiven gilt es auch, die große Anzahl von Schieds-, Linien- sowie Kampfrichtern im Breitensport hervorzuheben, die im Interesse eines reibungslosen Wettkampfes einen nicht unerheblichen Anteil ihrer Freizeit hierfür opfern.

 

Dazu kommen noch die nimmer müden, meist ehrenamtlichen Sportfunktionäre der Sportverbände- und Sportvereine, die ebenfalls mit sehr großem Aufwand tätig sind.

 

Ohne Sie wäre ein so umfangreiches Sportgeschehen überhaupt nicht durchführbar.

 

Dieses umfasst neben dem Trainingsbetrieb die Staffeleinteilungen, Spiel- und Schiedsrichteransetzungen, Spielverlegungen sowie Neuansetzungen, um nur einiges zu nennen.

 

Die Ergebnisse der Wettkämpfe von den Wochenenden werden in den vielfältigen Tabellen überwiegend jeweils montags in der regionalen Presse veröffentlicht.

 

Aber auch an den anderen Werktagen werden die sportinteressierten Leser über die wichtigsten Sportereignisse sehr umfangreich mit Text – und Bildmaterial informiert.

 

Dazu müssen die Sportvereine unmittelbar nach den Spielen und Sportwettkämpfen termingenau ihre Kurzberichte und Ergebnisse per E- Mail oder telefonisch weiterleiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Im Freizeit- und Gesundheitssport wird auch bei den Senioren die Aktivität

 

im Wasser immer beliebter.

 

 

 

 

 

 

 

Auch hier sind Senioren mit Spaß und Freude dabei.

 

 

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Wie hier ersichtlich sind die Senioren

 

 

 

 

 

als Teilnehmer meist guter Stimmung.

 

 

 

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Kommentare

Gast (nicht überprüft)

hallo bruno,

ich bin bei meiner recherche über herbert wahrendorf auf diesen artikel gestoßen.  ich habe einige fragen zu seinem lebenslauf und würde mich freuen, wenn sie kontakt mit mir aufnehmen würden.

vielen dank

anja